Besuch bei den Bremer Suppenengeln

19. April 2021 Nachhaltigkeit

Nachdem die Tafeln, mit denen wir zusammenarbeiten, aufgrund von Covid-19 geschlossen sind, stapelten sich die Musterdosen wieder im Lager. Wir möchten aber auch den Lebensmitteln, die wir nicht verkaufen und nutzen können, einen Sinn geben und fanden über einen Kontakt der Bremer Wirtschaftsjunioren mit den Bremer Suppenengeln eine Einrichtung, die dankbar für jede Unterstützung auch in Naturalien sind. Die Bremer Suppenengel organisieren seit über 20 Jahren eine mobile Essensversorgung in Bremen für Obdachlose und Bedürftige. Um mir ein besseres Bild von der Einrichtung zu machen, wollte ich sie gerne für einen Tag unterstützen. Yannik Mainzer, zzt. Auszubildender in der FOE, kam mit.

Unser Tag begann um 07:30 Uhr auf dem Dreieck 3, um die Autoschlüssel für den Poolwagen zu organisieren. Nach einem zum Glück negativen Covid-Schnelltest bekamen wir vom Küchenchef Enzo die erste Aufgabe: Grünkohl zupfen! Den frischen Grünkohl hatten die Suppenengel von einer Gärtnerei aus dem Blockland bekommen, die diesen nicht mehr verkaufen konnte. Yannik und ich zupften also den Grünkohl klein und füllten diese in Gefrierbeutel für einen späteren Zeitpunkt ab. Um 10:00 Uhr war es Zeit für die Frühstückspause, in der die rund 20 Helfer und Mitarbeiter ihr Frühstück zu sich nahmen. Dafür gibt es bei den Suppenengeln eine Getränkeecke mit Kaffee, Tee und Wasser und belegten Brötchen. Die meisten Mitarbeiter sind ehrenamtliche Helfer, die regelmäßig in der Küche, beim Abfüllen oder beim Austeilen der Lebensmittel unterstützen. Es gibt drei fest angestellte Mitarbeiter: Den Küchenchef Enzo, einen Fahrer und den Leiter. Darüber hinaus gibt es mehrere Mitarbeiter*innen, die über das Jobcenter an die Suppenengel vermittelt werden.

Nach unserer Pause ging es erstmal mit dem Grünkohl weiter, bis das Essen für den heutigen Tag fertig war: Nudeln mit Tomatensauce und Fleisch. Über die Produkte von uns freut sich vor allem der Koch Enzo, der sich sehr herzlich bei uns für die Dosen bedankte. Die Hälfte der Produkte war bereits in Nudeln mit Thunfisch, einer mediterranen Pfanne und einer Paella verarbeitet. In der heutigen warmen Mahlzeit kam darüber hinaus unser Tomatenmark zum Einsatz, welches den Nudeln den letzten Schliff gab 😉 Normalweise würden die Suppenengel diese Nudeln direkt an bedürftige Mitbürger ausgeben, aber aufgrund der aktuellen Lage müssen nun To-Go-Verpackungen genutzt werden. Also halfen Yannik und ich dabei, die Nudeln entsprechend zu verpacken. Danach stand die nächste Pause an, die aus netten und spannenden Gesprächen und Kaffeetrinken bestand. Um viertel vor eins fuhren wir zum Bahnhof, wo wir an der Ausgabe teilnehmen sollten. Dabei wurde neben dem Überseemuseum eine Tischreihe aufgebaut und grüne Kisten mit Molkereiprodukten, Obst, Gemüse, Broten, Kuchen oder eben auch die warme Speise darauf platziert. Jeder Kunde, wie die Bedürftigen von den Suppenengeln genannt werden, kann sich dann jeweils ein Teil aus den Kisten nehmen. Diese Produkte kommen z. B. aus verschiedenen Bremer Supermärkten.

Unser Arbeitstag endete mit dem Abbau des Standes und der Verabschiedung durch Waltraut und Sascha, die uns durch unseren Arbeitstag begleitet hatten. Natürlich machten wir noch ein Foto zusammen und bedankten uns für den spannenden Tag.

Bild nach der Essenausgabe vor dem Bremer Hauptbahnhof. Von links: Waltraut, Manuela, Yannik, Janine und Sascha
Bild nach der Essenausgabe vor dem Bremer Hauptbahnhof. Von links: Waltraut, Manuela, Yannik, Janine und Sascha

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