Marktbericht März 2019

Die allgemeine Marktlage

Die Vorbereitungen in den Fabriken und auf den Feldern für die neue Saison auf der Nordhalbkugel laufen an. Bisher stimmen die Bedingungen, zumindest im Süden Europas gibt es ausreichend Wasser. An der südamerikanischen Westküste droht mit hoher Wahrscheinlichkeit ein El Niño, die Entwicklung, auch für den ganzen pazifischen Raum, muss unter Beobachtung bleiben. Wechselkurse und auch Seefrachten entwickeln sich über die letzten Monate unauffällig – eigentlich gute Rahmenbedingungen, wenn nicht die politische Weltlage vorsichtig stimmen würde!

Hinweise und Empfehlungen

Thunfisch: „Up and down and up again“ – der Thunfischmarkt zeigt sich gewohnt volatil, viele Variablen und Unbekannte! Bei aktuell ca. USD 1.500/t für Skipjack in Bangkok (+ USD 200/t seit Anfang Februar), liegt das Preisniveau historisch aber immer noch günstig. Manta notiert deutlich fester ca. USD 1.700/t bei guter Nachfrage und unbefriedigenden Fängen trotz Ende der dortigen „fishing closure“ im Januar. Wir raten bis Jahresende zu decken. MSC aus EU-zollfreiem Ursprung ist knapp bis Verschiffung zur Jahresmitte; die Zollbefreiung für Vietnam (Freihandelsabkommen mit der EU) kommt wohl doch nicht vor 2020.

Ananas: Off Season in Thailand, für die jetzt kommende Sommerernte ist mit einer langsamen Erholung der Rohwarenpreise in Richtung 5 Baht/kg ( -,14 EUR) zu rechnen. Auch damit aber kommen die Farmer nicht auf ihre Kosten, der Anbau und Ertrag gehen weiter zurück. Das günstige Niveau sollte für langfristige Deckung genutzt werden, der typische Zyklus setzt sich fort, die Preise werden weiter steigen. Gute Versorgung aus  Kenia und den Philippinen, preislich (EU-zollfrei) orientiert man sich am Marktführer Thailand.

Spargel: Mitte April beginnt die Saison in China, soweit gute Voraussetzungen bei unveränderter Anbaufläche. Für Abschnitte ist der Markt leer; oft muss auf große Durchmesser umgestellt werden, um die neue Ernte zu erreichen. Die neuen Sorten mit dickem Kaliber sind jetzt fest etabliert, folglich bleiben dünne Abschnitte <14 mm, auch aus neuer Ernte, knapp und teuer, zumal die Fabriken wieder darauf bestehen  werden, dass nur kurz gestochen wird. Angebote liegen über dem Vorjahr, bereits jetzt lebhaftes Geschäft, wir raten früh zu decken.

Oliven: Spanien packt jetzt aus der letzten, deutlich besseren Ernte und bietet attraktive Konditionen. Besser auch als Marokko und Ägypten, wo die Erträge leicht unter dem Vorjahr lagen. Wie erwartet aber schlechte Versorgung aus Griechenland, u. a. Kalamata. Die Preise haben dort deutlich angezogen. Wir bieten verschiedene Sorten und Schnitte auch in BIO-Qualität, z. B. auch Nocellara aus Italien.

Kirschpaprika: In Südafrika läuft die Ernte, erste Lieferungen sind bereits unterwegs. Die anhaltende Trockenheit führt zu kleinen Früchten (25-32 mm). Große Mengen sind bereits verkauft, der Bedarf muss jetzt bis Jahresende gedeckt werden. Marokko erntet ab Juli, allerdings andere Sorten und in anderer Qualität.

Paprika/Peperoni: Schlechte Versorgung aufgrund hoher Ernteausfälle in der Türkei. Alternative Ursprünge reichen nicht, zur Not muss Gewächshausware helfen. Noch haben wir Möglichkeiten bei TK-Peperoni aus Peru. Bedarf bis September dringend prüfen!

Tomatenprodukte: Ausgeglichener, ruhiger Markt für Konzentrat und Würfel, Pflanzungen beginnen im April, noch ist es für Prognosen zu früh. Getrocknete Tomaten  bleiben extrem knapp bis Anschluss im Sommer aus der Türkei.

Knoblauch: Preise aus China ziehen von bisher sehr niedrigem Niveau plötzlich deutlich und auf breiter Front an. Unsere Quellen bestätigen, dass erneut von außen massiv mit den Rohwarenvorräten spekuliert wird. Betroffen sind alle verarbeiteten Varianten – TK-, dehydriert und auch Knoblauch in Salzlake. Bedarf bis ca. August sichern, noch ist das Preisniveau realistisch.

Tahini/Sesampaste: Auch nach der Sesamernte in Ostafrika auf hohem Niveau und knapp; mögliche Entspannung aus der Sommerernte in Indien ist unwahrscheinlich, die Nachfrage wächst ständig.

Trockenfrüchte: Typisch steigen Nachfrage und Preise vor der Fastenzeit Ramadan im Mai. Feigen und Aprikosen sind nach sehr schlechter Ernte in der Türkei im letzten Sommer besonders betroffen, aber auch Datteln werden knapp nach schwachen Erträgen in Nordafrika. Bedarf bis Jahresende decken!
Wir bieten unterschiedliche Sorten und Schnitte, auch in BIO-Qualität.

IFS-Broker: Wir wurden neu zertifiziert, „higher level“.

Für weitere Information wenden Sie sich bitte an uneren Verkauf. Fragen und/oder Anregungen gerne per E-Mail.

Stand: 08. März 2019