Marktbericht Juni 2018

Hinweise und Empfehlungen

Thunfisch: Gute Fänge und volle Kühlhäuser lassen den Preis für Skipjack abrupt und jetzt weiter auf ca. USD 1.550/t in Bangkok fallen. Fisch, der aus Asien für die zollfreie EU-Einfuhr qualifiziert ist (philippinische Gewässer bzw. aus Papua-Neuguinea), sowie „FAD-free“ und MSC zertifizierter Fisch bleiben aber fester. Wir sehen dies als kurzfristige Preiskorrektur und gute Gelegenheit nachzudecken. Mit Beginn des „FAD ban“ ab 1.7. im Westpazifik und der „fishing closure“ im Ostpazifik ab 29.7. wird der Markt bis ins vierte Quartal hinein wieder anziehen. Flakes bleiben auf lange Sicht knapp, unbedingt vorsorgen!

Ananas: Zum Ende der Sommerernte in Thailand bleiben die Rohwarenpreise am Boden, unter 3,- Baht/kg (ca. -,08 €/kg). Die Nachfrage ist weit in die Zukunft gedeckt, der Markt ist jetzt ruhig, zuletzt hatte China große Mengen kontrahiert. Die Fabriken sind nun vorsichtig, wegen der ruinösen Preise vernachlässigen die Bauern ihre Felder und die Erträge werden aus der ohnehin kleineren Winterernte ab Oktober deutlich zurückgehen. Wir empfehlen sehr, jetzt noch weit ins nächste Jahr hinein zu decken.

Mango: Die anfängliche Sorge um die Baumblüte durch späten Frost hat sich nicht bestätigt. Auch die Ernte in der wichtigen Region Malda, wo zurzeit gepflückt wird, verläuft soweit gut. Der Markt für Chutney und auch Alphonso Pulpe bewegt sich seitwärts, tendenziell sogar etwas schwächer

Tomatenprodukte: Schlechte Startbedingungen in Südeuropa, zu viel Regen und kühle Temperaturen verzögern die Auspflanzung, z.T. muss nachgepflanzt werden. Portugal und Spanien hat es besonders getroffen, großflächige Hagelschäden und Überschwemmungen in Extremadura. Wir raten zumindest einen Teil auf dem derzeit günstigen Niveau zu decken, das kann sich bei den drohenden Ernteeinbußen schnell ändern. Noch keine Preise für getrocknete Tomaten aus der Türkei. Es gibt noch Stocks aus 2017, allerdings ist das zollfreie EU-Kontingent für dieses Jahr so gut wie aufgebraucht (dann 14,5% Zoll).

Spargel: Die Saison in China ist durch, schon seit Mitte Mai gingen die Erträge zurück, insgesamt deutlich unter Vorjahr. Bei starker Nachfrage hat das Preisniveau seit Erntebeginn um ca. 20% angezogen. Insbesondere Spargelabschnitte, selbst mit großem Durchmesser, sind äußerst knapp. Peru bietet keine Alternative, das Angebot geht strukturell zurück, bis Jahresende ist man ausverkauft. Es ist höchste Zeit, für die nächsten zwölf
Monate vorzusorgen!

Paprika/Peperoni: In der Türkei kann es eine gute Ernte werden. Erste Notierungen liegen vor, die schwache Lira gibt etwas Spielraum – allerdings steigen entsprechend die Kosten für Importe (Energie, Dosenblech) und die Inflation wächst deutlich. Bei Peperoni wird die Türkei gegen Ägypten Boden gutmachen (auch aus Qualitätsgründen) und auch für TK-Paprika wird die Türkei wieder interessant. Wir sind mit unserer Niederlassung in Izmir „am Ball“ und beraten gern!

Kirschpaprika: Südafrika ist schon wieder ausverkauft; eine gute Ernte, aber viel kleines Kaliber, es gab zu wenig Wasser. Ähnlich in Peru, wo die Ernte jetzt ausläuft. Marokko beginnt Ende Juli. Wir bieten auch unterschiedliche Aufgüsse, auch nach Kundenrezeptur.

Jalapeños: Gute Versorgung und Ernteaussichten. Es stehen mehrere Ursprünge zur Verfügung – Rückstandskontrollen und der passende Schärfegrad stehen mit im Vordergrund.

Maiskörner/Maiskölbchen: Normaler Verlauf in den Ursprüngen, preislich stabil.

Tahini/Sesampaste: Ernteschäden durch starken Monsun in Indien, steigende Tendenz, auch für Saat aus den verschiedenen Ursprüngen in Afrika. Die Nachfrage nach Tahini nimmt weiter zu, unbedingt langfristig planen.

Quinoa: Die Ernte in Peru ist verspätet, erste Lieferungen kommen nicht vor Ende Juli an und treffen auf eine leeren Markt. Über den Sommer kann es knapp werden, auch anderen Ursprünge sind aus 2017 leer. Vorerst bleibt es beim sehr günstigen Preisniveau, allerdings wird weniger angebaut, die Bauern wechseln zu lukrativeren Agrarprodukten. Ein günstiger Zeitpunkt, langfristig zu decken! Wir bieten rot, weiß und schwarz – auch gemischt und in Bio-Qualität.

Kapern: Die Saison in Nordafrika startet verspätet Mitte Juli. Nach sehr guten Erträgen im letzten Jahr wird es weniger, quasi keine Bestände. Das Preisniveau wird anziehen.

Knoblauch: China, der dominante Ursprung, hat mit der Ernte begonnen. Gute Erwartungen sowie große Überhänge aus 2017 drücken den Preis deutlich, sowohl für dehydrierte Ware als auch TK-Knoblauch. Bei TK-Knoblauch muss aus neuer Ernte gleich gefrostet werden, sonst kommt es zu Verfärbungen! Wir kennen die extremen, oft hochspekulativen Preisausschläge, jetzt ist der Zeitpunkt, um langfristig zu decken – aus zuverlässiger Quelle, die wir mit unserem Team aus Shanghai kontrollieren.

TK-Kräuter: Die Saison läuft, bitte beachten Sie unsere undefinedHL-Info!

BIO: Unser neues Zertifikat finden Sie undefinedhier.

Für weitere Information wenden Sie sich bitte an uneren Verkauf. Fragen und/oder Anregungen gerne perundefined E-Mail.

Stand: 15.06.2018