Marktbericht Juli 2017

Die allgemeine Marktlage

Rund um den Erdball verläuft die Saison in der nördlichen Hemisphäre jetzt erfreulich – gute Wasserversorgung nach ausgiebigem Monsun in Indien und Indochina, stabile Witterung in China, ein sehr heißer Juni in Südeuropa, aber ohne schlimme Konsequenzen. Entsprechend kann generell und nach jetzigem Stand mit einer guten Versorgung aus den diesjährigen Ernten gerechnet werden. Der gegenüber dem USD wieder fester laufende EUR begünstigt aktuell den Import.

Hinweise und Empfehlungen

Thunfisch: Skipjack notiert inzwischen auf dem höchsten Stand seit drei Jahren, in Bangkok bei USD 2.000/t, Manta zieht entsprechend nach. Wegen schlechter Fänge und dem nun geltenden „FAD-ban“ im West-Pazifik sowie der kommende „fishing closure“ in Ecuador wird das feste Niveau für mehrere Monate anhalten. „Flakes“ und „FAD-free“ sind schwer zu bekommen, das MSC-Thunfisch-Angebot weiterhin extrem knapp und teuer. Die Versorgung bis Jahresende muss gesichert werden.

Ananas: Bei jetzt Baht 5,-/kg liegt der Rohwarenpreis in Thailand am Boden, für die Farmer eindeutig unter dem Existenzminimum. Wieder zeigt sich der typische „Schweinebauchzyklus“ nach der langen Hochpreisphase. Die Sommerernte läuft aus, auch für die dann ab Oktober folgende Winterernte werden gute Erträge erwartet. Manche spekulieren auf dann noch weiter fallende Preise, allerdings ohne Begründung für diese Meinung. Wir raten zur Vorsicht und empfehlen vorerst nur bis Jahresende zu decken. Auch aus Kenia, Indonesien und den Philippinen ist die Versorgung derzeit problemlos.

Pfirsiche: In Griechenland wird eine gute Ernte erwartet, die Notierung wird unter dem teuren Vorjahr liegen.

Tomatenprodukte: Die Auspflanzung in Südeuropa verlief normal, dann aber führte die extreme Hitzewelle im Juni bei den jungen Pflanzen zu Schäden. Bei weiter normal verlaufender Witterung wird trotzdem eine normale bis gute Ernte erwartet, die sehr früh, in Spanien sogar schon jetzt, beginnen wird. Für „Commodities“ in Großgebinden waren Spanien und auch Portugal mit Notierung deutlich unter dem Vorjahr auf den Markt. Lagerbestände und Finanzierungsgründe erklären dies. Anders aber sieht es aus bei kleineren Gebinden, die etwa auf Vorjahresniveau liegen. Nachdem die nötigen Mengen in den Büchern sind, bleibt man im Ursprung nun zurückhaltend, der Markt muss sich noch endgültig finden.

Tomaten, getrocknet: Gute Versorgung aus der Türkei, die Ernte beginnt dort in diesen Tagen. Wir sind mit unserer Niederlassung in Izmir vor Ort. Die schwache Türkische Lira begünstigt den Export, andererseits aber wird das EU-Kontingent für türkische Tomatenprodukte voraussichtlich schon im August erreicht sein. Danach muss für dieses Jahr mit 14,4 % Zoll gerechnet werden.

Paprika/Peperoni: Mehrfacher Wechsel zwischen Regen und Hitze im Juni führte in der Türkei im großen Anbaugebiet Manisa bei Capia und Lombardi zu Pilzbefall, der die Erträge auf etwa ein Viertel dezimieren wird. Die Ernte beginnt Ende August und es gilt abzuwarten, ob dieser Verlust aus anderen Regionen und hoffentlich spät einsetzendem Frost kompensiert werden kann. Andere Sorten, auch Topa, sind nicht betroffen. Trotz steigender Inflation bleiben die EUR-Preise stabil, die schwache Lira macht es möglich.
TK-Paprika
wird aus Polen bereits auf dem Niveau des Vorjahres angeboten, die Türkei kommt damit erst Ende August. Der Zeitpunkt ist günstig, sowohl für TK als auch für Dosenware, wir raten abzudecken.

Jalapeños: Gute Versorgung mit Scheiben und Würfeln aus den Ursprüngen Peru, Ägypten und Türkei, etwas eingeschränkt noch bei roter Ware.

Bambus: Die Produktion in Guangdong, China hat begonnen, Fujian startet in Kürze. Der Anbau geht weiter zurück, Preise kommen umgehend.

Knoblauch: Die Ernte in China wurde mit gutem Ergebnis abgeschlossen, deutlich besser als im Vorjahr. Entsprechend sackten die Preise, allerdings ist der Boden erreicht und es zeichnet sich jetzt eine Befestigung ab, insbesondere für dehydrierten Koblauch (Pulver und Granulat). Die Nachfrage ist stark, wir empfehlen dringend abzudecken. Farbstabile TK-Knoblauchsegmente stehen nur begrenzt zur Verfügung, die Rohware muss jetzt frisch in den nächsten sechs Wochen verarbeitet werden, die Mengen müssen dann für ein Jahr reichen.

Kapern: In Marokko, der Türkei und den Ursprungsländern in Zentralasien blühen die Kapern-Sträucher, es sollte eine normale Ernte zu ähnlichen Preisen wie im Vorjahr werden. Wir bieten ein breites Programm, alle Größen, verschiedene Abpackungen, auch Pasten aus eigener Produktion. Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, den Jahresbedarf zu decken.

Sojasauce Pearl River Bridge: Seit vielen Jahren vertreiben wir in Deutschland exklusiv die Sojasaucen dieses traditionellen und größten Exportproduzenten in China. Bitte beachten Sie unsere undefined„Info. “

Für weitere Information wenden Sie sich bitte an uneren Verkauf. Fragen und/oder Anregungen gerne perundefined E-Mail.

Stand: 19.07.2017