Marktbericht Oktober 2017

Die allgemeine Marktlage

Ein durchgehend extrem heißer Sommer in Südeuropa führt vereinzelt zu Ertrags- und Qualitätseinbußen, große Verluste können aber dank guter Wasserversorgung vermieden werden. Insgesamt kann rund um das Mittelmeer mit einem befriedigenden Ernteergebnis gerechnet werden, was im deutlichen Gegensatz zum nördlichen Europa steht. Der weiter gestiegene EUR unterstützt Importe von USD-Ware.

Hinweise und Empfehlungen

Thunfisch: Schlechte Fänge und der laufende „FAD-ban“ im West-Pazifik und die „fishing closure“ im Ost-Pazifik lassen den Preis für Skipjack in Bangkok und Manta auf ein Vier-Jahres–Hoch von USD 2.200/t klettern. Eine Trendwende wird es vor Jahresende nicht geben.

Ananas: Einige Fabriken in Thailand beginnen bereits mit der Produktion, auch die Winterernte bringt eine gute Versorgung mit äußerst günstiger Rohware, jetzt sogar knapp unter Thai-Baht 5,-/kg! Der feste THB (plus 8 % zum USD in diesem Jahr!), teures Dosenblech und steigende Löhne bzw. Mangel an Arbeitskräften erhöhen aber den Kostendruck. Das sehr attraktive Preisniveau sollte jetzt für langfristige Kontrakte genutzt werden. Für TK-Ananas aus Vietnam bleibt die Versorgung stabil, auch aus neuer Saison ist das Preisniveau unverändert.

Tomatenprodukte: Die lange Hitze führt zu Schäden, besonders Portugal, aber auch Spanien und Italien sind betroffen. Für Tomatenmark bleibt der Markt unbeeindruckt, aber Würfel und andere „non-commodities“ müssen jetzt gesichert werden, die Ernte geht zu Ende. Gute Versorgung bei getrockneten Tomaten aus der Türkei. Das EU-Kontingent für türkische Tomatenprodukte ist erschöpft, bis Jahresende muss mit 14,4% Zoll gerechnet werden.

Paprika/Peperoni: Wie erwartet ein sehr schlechtes Ergebnis im wichtigen Anbaugebiet Manisa in der Türkei, Capia und Lombardi werden dringend gesucht, unbedingt zuverlässig sichern! Im nördlicheren Çanakkale und Bigadiç läuft die Ernte noch etwa einen Monat bis zum ersten Frost. Gute Versorgung TK-Paprika aus Spanien, die Ernte in Polen ist abgeschlossen, Türkei wegen hoher Frachtkosten teuer.

Jalapeños: Noch ist rote Ware knapp, ab November aber wieder gute Versorgung.

Spargel: Die sehr kurze letzte Saison in China führt zu Versorgungsproblemen, einige Produzenten können nicht vollständig erfüllen. Die Lage wird sich weiter verschärfen, bis zur neuen Ernte ist es noch lange hin und das Angebot aus Peru ist knapp und teuer. Bedarf bis Mitte 2018 absichern!

Oliven: Der extrem heiße und trockene Sommer wird die nächste Ernte beeinträchtigen, insbesondere die Sorten Hojiblanca und Manzanilla. Die großen Plantagen sind nicht bewässert, es muss im Herbst regnen!

Kapern: Gute Ergebnisse für die jetzt abgeschlossene Ernte, alle Kaliber sind verfügbar. Bitte decken Sie jetzt den Jahresbedarf. Wir bieten auch nach Ihrer Spezifikation produzierte Pasten.

Kokosmilch: Preise bleiben stabil auf hohem Niveau, Bio-Qualitäten sind knapp und werden nur schleppend verladen. Die Nachfrage bleibt für die kommenden Monate hoch und trifft auf ein knappes Angebot an Nüssen in allen Ursprüngen. Bitte planen Sie mit uns langfristig.

Für weitere Information wenden Sie sich bitte an uneren Verkauf. Fragen und/oder Anregungen gerne perundefined E-Mail.

Stand: 28.09.2017